{"id":336,"date":"2015-07-14T15:53:17","date_gmt":"2015-07-14T13:53:17","guid":{"rendered":"http:\/\/pfarrei-schwarzach-perasdorf.de\/?p=336"},"modified":"2015-07-14T15:53:17","modified_gmt":"2015-07-14T13:53:17","slug":"volksmusikalisches-marienlob","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pfarrei-schwarzach-perasdorf.de\/?p=336","title":{"rendered":"Volksmusikalisches Marienlob"},"content":{"rendered":"<p>20 Jahre war das von KIS-Kultur in Schwarzach veranstaltete Mariensingen im Monat Oktober in der Wallfahrtskirche Wei\u00dfenberg das Ziel vieler Volksmusikfreunde aus Nah und Fern. Die liebgewordene Tradition des Marienlobs fand nach einer kleinen Pause am Muttertag, 10.Mai 2015, um 14 Uhr eine Fortsetzung, zu der 1.Vorsitzender Wolfgang Folger zahlreiche Besucher begr\u00fc\u00dfen konnte.<br \/>\nEbenso sprach Wolfgang Folger seinen Dank bei allen Mitwirkenden aus, aber auch bei der Pfarrei Schwarzach, beim Tonwerk Venus, sowie den treuen Besuchern dieser Veranstaltung und deren Spenden.<br \/>\nLieder und Melodien, aus dem Volk f\u00fcr das Volk entstanden, erklangen dabei. Lebendiges Kulturgut, das es zu erhalten und zu pflegen galt.<br \/>\nUnter der bew\u00e4hrten Leitung von Konrad Karl stellten sich wieder S\u00e4nger und Musikanten aus der Region zum Thema:&#8220;Magnificat, dein Lob<br \/>\nsoll immer w\u00e4hren&#8220;, f\u00fcr diese geistlich-volksmusikalische Betrachtung \u00fcber die Begegnung der beiden M\u00fctter, Elisabeth und Maria, zur Verf\u00fcgung. &#8222;Mari\u00e4 Heimsuchung&#8220; ist auch das zweite Patrozinium des barocken Marienheiligtums in Wei\u00dfenberg. Musik und Gesang wollen die Gedanken zum Marienlob aufgreifen und die Besucher dabei begleiten und verinnerlichen, so Folger in seinen einweisenden Gedanken. Begonnen wurde dieses Marienlob mit dem gemeinsam gesungenen Lied:&#8220;Glorw\u00fcrdge K\u00f6nigin&#8220; von Anna Bielmeier, hervorragend begleitet an der reparaturbed\u00fcrftigen Orgel in der Wallfahrtskirche Wei\u00dfenberg.<br \/>\nAls neue Gruppe in dieser Formation lie\u00df der &#8222;Perasdorfer-Frauen-Dreigesang&#8220; mit Angelina Stettmer, Anna Bielmeier und Elisabeth Peter, aufhorchen. Mit ihren glockenhellen Stimmen sangen sie der Muttergottes zu Ehren das Lied: &#8222;0 Maria, gegr\u00fc\u00dft seist Du&#8220;. Auch Konrad Karl brachte mit einem Gitarren-Solo &#8222;Marienlob&#8220; der schmerzhaften Muttergottes von Wei\u00dfenberg einen musikalischen Gru\u00df.<br \/>\nDas &#8222;Collegium Cantaible&#8220; ein M\u00e4nnerchor, dessen Mitglieder sich aus acht verschiedenen Pfarreien zusammen gefunden hat, bereicherte<br \/>\ndieses Marienlob sehr postiv mit einer Vielf\u00e4ltigkeit an volumomin\u00f6sen Stimmen und harmonischen Klang mit &#8222;Mater gravida&#8220;.<br \/>\nZwischendurch brachte Wolfgang Folger Meditationen von der Begegung der beiden von Gott gesegneten M\u00fctter, das Apostel Lukas zu Beginn seines Evangeliums sehr anschaulich schildert und heraushebt, dass Marias gl\u00e4ubiges Ja zum Willen Gottes und Glaube als Raum f\u00fcr Gottes Handeln untrennbar zusammengeh\u00f6rt.<br \/>\nEbenfalls eine neue Instrumentalgruppe aus Schwarzach. n\u00e4mlich Maria Lummer auf der Querfl\u00f6te, Katharina Fuchs, Gitarre und Anna Lummer , Geige, stellten mit einem Menuett von Johann Sebastian Buch ihr musikalisches K\u00f6nnen unter Beweis.<br \/>\nDer M\u00e4nnerchor brachte das &#8222;Magnificat&#8220; als Lied und anschlie\u00dfend wurde dieser Text gemeinsam gesprochen. Der mit vielen alttestamentlichen Zitaten und Anspielungen kunstvoll gewobene Text ist eine einzigartige Hymne auf Gott. Im ersten Teil geht es nicht um das Handeln Gottes an Maria, sondern um ihr eigenes Schicksal:&#8220;Siehe! Von nun an preisen mich selig alle Geschlechter&#8220;.<br \/>\nIm Mittelpunkt des zweiten Teiles stehen dann Gottes Handeln und die Erw\u00e4hlung Marias, die in die gro\u00dfe Geschichte des Volkes Gottes eingeordnet ist. Der Perasdorfer-Frauen-Dreigsang brachte noch die Marienlieder: &#8222;Freu dich du Himmelsk\u00f6nigin, Nun stimmet froh an u.<br \/>\nMaria, Jungfrau rein&#8220; zu Geh\u00f6r und lie\u00df die Besucher dieses Marienlobs von diesem anmutenden, harmonisch auf einander abgestimmten Klang gebannt lauschen.<br \/>\nDas Schwarzacher Instrumental-Trio zauberte mit ihren Beitr\u00e4gen &#8222;Spiritual&#8220; und &#8222;Die Rose&#8220; eine ganz besondere Stimmung in diese<br \/>\nNachmittagsstunde.<br \/>\nDa Maria ihr Lied mit einem Lobpreis Gottes er\u00f6ffnet, der sie, die zu den wirtschaftlich Armen, gesellschaftlich Unbedeutenden und auch zu denen geh\u00f6rt, die ganz von der Hoffnung leben, die alles von Gott erwartet, der sie &#8222;huldvoll&#8220; anschaut, ihr Gro\u00dfes getan hat. Und damit ist Marias Lied eigentlich ein revolution\u00e4res Lied. Der gro\u00dfe evangelische Theologe Dietrich Bonh\u00f6ffer beschreibt dies mit sehr deutlichen<br \/>\nWorten: Dieses Lied der Maria ist das leidenschaftlichste, wildeste, ja man m\u00f6chte fast sagen, revolution\u00e4rste Lied, das je gesungen wurde. Es ist nicht die sanfte,z\u00e4rtliche, vertr\u00e4umte Maria, wie wir sie auf Bildern sehen, sondern es ist die leidenschaftliche, hingerissene, stolze, begeisterte Maria, die hier spricht.&#8220; Das Magnificat spricht n\u00e4mlich davon, dass Gott die Hochm\u00fctigen zerstreut, die M\u00e4chtigen vom Thron st\u00fcrzt, die Reichen hungern l\u00e4\u00dft, die Niedrigen erh\u00f6ht und die Hungernden mit seinen Gaben beschenkt. Damit ist das &#8222;Magnificat&#8220; letztlich ein Lied vom Erbarmen Gottes, seiner &#8222;m\u00fctterlichen Zuwendung&#8220; zu den Armen. Dieser &#8222;erbarmende&#8220; Gott macht keinen Unterschied zwischen arm und reich, m\u00e4chtig oder ohm\u00e4chtig. &#8222;Er ist f\u00fcr jeden Menschen da, weil jeder Mensch ein Ebenbild Gottes ist&#8220; -stellt Papst Franziskus einfach und zugleich radikal fest. Der Evangelist Lukas zeichnet die Mutter Jesu ganz nach dem Bild ihres<br \/>\nSohnes als erste Christin, als Repr\u00e4sentantin der Kirche.Damit will Lukas ganz deutlich sagen: Rechte Verehrung Marias ist immer<br \/>\neingebunden in die Verehrung Christi, unseres Herrn und Heilandes.<br \/>\nMit den Liedern:&#8220; O Schmerzensmutter&#8220; und &#8222;Maria hilf doch mit&#8220; pr\u00e4sentierte sich der M\u00e4nnerchor &#8222;Collegium Cantaible&#8220; noch einmal in bew\u00e4hrter Manier. Kurz vor Schlu\u00df brachte Konrad Karl noch eine Anmerkung zum Wei\u00dfenberger-Wallfahrtslied. Vor 30 Jahren, genauer<br \/>\ngesagt, am 30.April 1985 wurde hier in Wei\u00dfenberg zum Abschlu\u00df gro\u00dfer Renovierungsarbeiten ein festliches Pontificalamt gefeiert, zelebriert vom damaligen Weihbischof Fl\u00fcgl, gesanglich gestaltet vom damaligen Schwarzacher Kirchenchor, der zu dieser Zeit ein beachtliches gesangliches Niveau erreicht hatte. Im Anschlu\u00df an das Pontificalamt wurde noch eine kurze Andacht zur Muttergottes von Wei\u00dfenberg abgehalten.<br \/>\nHr. Wolfgang Folger, geistiger Motor des kulturellen Lebens in Schwarzach kam auf die Idee, zu diesem Anla\u00df ein Wallfahrtslied zu kreieren, wobei ihm das Ursprungsbild dieser Wallfahrt, n\u00e4mlich die Pieta, die Muttergottes mit ihrem toten Sohn auf ihrem Scho\u00df, als Grundlagen seiner Gedanken diente. Konrad Karl hat sich bem\u00fcht, seine Worte mit T\u00f6nen zu versehen. Das Lied wurde im Wechsel Viergesang und Kirchenchor also zum ersten Mal gesungen und wurde von der Bev\u00f6lkerung gut und gerne angenommen worden. Einige<br \/>\nCh\u00f6re sangen es auch schon im Ausland. Einen gr\u00f6\u00dferen Bekanntheitsgrad findet es in neuerer Zeit auch dadurch, seit es die Organistin Anna Bielmeier bei Beerdigungen in Schwarzach zum Abschlu\u00df des Trauergottesdienstes f\u00fcr Bewohner des engeren und weiteren<br \/>\nWei\u00dfachtales als letzte, irdische Wegbegleitung intoniert.<br \/>\nNach dem Schlu\u00dfwort und dem Segen von Wolfgang Folger sangen alle gemeinsam dieses beliebte Wei\u00dfenberger-Wallfahrtslied, bravour\u00f6s gespielt von der Organistin Anna Bielmeier. Die dezente F\u00fchrung durch das Singen durch Konrad Karl, die reinen und klangvollen Stimmen des Perasdorfer-Frauen-Dreigesang und des M\u00e4nnerchores &#8222;Collegium Cantaible&#8220;, sowie die Harmonie zwischen den Liedern, den Musikst\u00fccken der Instrumentalgruppe Schwarzach, sowie den Texten verdienten den langen Applaus der Zuh\u00f6rer.<br \/>\nDas Foto zeigt die mitwirkenden Gruppen und Ch\u00f6re des &#8222;Marienlobs&#8220; am Sonntag, 10.Mai 2015, in der Wallfahrtskirche Wei\u00dfenberg.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-337\" src=\"http:\/\/pfarrei-schwarzach-perasdorf.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Foto_marienlob-1024x768.jpg\" alt=\"Foto_marienlob\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/pfarrei-schwarzach-perasdorf.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Foto_marienlob-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/pfarrei-schwarzach-perasdorf.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Foto_marienlob-150x113.jpg 150w, https:\/\/pfarrei-schwarzach-perasdorf.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Foto_marienlob-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>20 Jahre war das von KIS-Kultur in Schwarzach veranstaltete Mariensingen im Monat Oktober in der Wallfahrtskirche Wei\u00dfenberg das Ziel vieler Volksmusikfreunde aus Nah und Fern. Die liebgewordene Tradition des Marienlobs fand nach einer kleinen Pause am Muttertag, 10.Mai 2015, um 14 Uhr eine Fortsetzung, zu der 1.Vorsitzender Wolfgang Folger zahlreiche Besucher begr\u00fc\u00dfen konnte. Ebenso sprach &#8230; <span class=\"more\"><a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/pfarrei-schwarzach-perasdorf.de\/?p=336\">[weiterlesen&#8230;]<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pfarrei-schwarzach-perasdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/336"}],"collection":[{"href":"https:\/\/pfarrei-schwarzach-perasdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/pfarrei-schwarzach-perasdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pfarrei-schwarzach-perasdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pfarrei-schwarzach-perasdorf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=336"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/pfarrei-schwarzach-perasdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/336\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":338,"href":"https:\/\/pfarrei-schwarzach-perasdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/336\/revisions\/338"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pfarrei-schwarzach-perasdorf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=336"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/pfarrei-schwarzach-perasdorf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=336"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/pfarrei-schwarzach-perasdorf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=336"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}